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Kapelle der Heiligen Margarete

  • Kapelle der Heiligen Margarete
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Die Kapelle der Heiligen Margarete in Lenišće ist ein wahrer materieller und kultureller Schatz der Gemeinde Tuhelj. Das eigentliche Gebäude der heutigen Kapelle wurde 1703 errichtet. Doch bereits 1639 stand an dieser Stelle eine Holzkapelle gleichen Namens. Der Altar der Kapelle in Lenišće ist ein wahres Meisterwerk der barocken Bildhauerei. Der Altar wird von einer wunderschönen Statue der Heiligen Margarete dominiert, die einen Drachen an der Kette führt, was der eigentliche Grund ist, weshalb diese Kapelle als sakrales Kulturerbe eingestuft wird. Während der kanonischen Visitationen im Jahr 1703 schrieb Toma Kovačević, ein berühmter Historiker, Theologe und damaliger Kanoniker des Zagreber Kapitels, dass dieser Altar „die Verzierung aller Verzierungen ist, über die sich sowohl die heilige Schutzpatronin als auch die gesamte Kapelle freuen“.

Auf dem Altar befinden sich auch die Statuen des Heiligen Petrus von Alcantara, des Heiligen Johannes Nepomuk, der Heiligen Katharina und der Heiligen Barbara.

Die Kapelle wurde auf einem erhöhten Plateau oberhalb des Dorfes errichtet. Das schlichte Gebäude mit rechteckigem Kirchenschiff und polygonalem Altarraum hat einen Backsteinturm aus dem Jahr 1835. Die Kapelle wurde 1880 bei einem Erdbeben zerstört und 1884 vollständig wieder aufgebaut. Im Kircheninventar, das vom 16. bis 19. Jahrhundert datiert, befinden sich neben dem künstlerisch wertvollen Altar auch ein Kelch aus der Mitte des 17. Jahrhunderts, ein Messornat und ein in Venedig gedrucktes Messbuch. 

In der zentralen Nische der Kapelle befindet sich eine Statue Unserer Lieben Frau von Loreto mit dem Jesuskind, die mit dekorativen Elementen aus Akanthusblättern geschmückt ist. Es wird angenommen, dass diese Statue älter ist als die Kapelle und kurz nach ihrem Bau hierher gebracht wurde.

Gottesdienste werden in dieser Kapelle zu besonderen Anlässen abgehalten, am zweiten Sonntag im Juni, am zweiten Sonntag im November, am Allerseelentag, dem 2. November, und am 26. Dezember, dem Stephanstag.